Galerie und Atelier Ute Wittig-Weißensee in Benz / OT Neppermin | Insel Usedom
Ute Wittig-Weißensee / Portrait beim Malen "Ahlbecker Fischerhäuschen" - Öl auf Leinwand - 30 x 40 cm

Ute Wittig-Weißensee

Die große Resonanz auf eine Ausstellung ihrer Bilder im Wasserschloss Mellenthin auf der Insel Usedom zur Jahreswende 2009/10 ermutigte die Künstlerin ein Haus in der Gemeinde Benz im Ortsteil Neppermin unmittelbar am Achterwasser zu erwerben, um dort eine Galerie mit eigenen Arbeiten zu eröffnen.
Das Atelierhaus mit eigener Galerie liegt nur 3 km vom Wasserschloss Mellenthin und ca. 10 km von den Kaiserbädern Swinemünde, Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin entfernt unmittelbar am Lyonel-Feininger-Radweg vis à vis des Golfclubs Balmer See.

Ute Wittig-WeißenseeAls echtes Großstadtkind wuchs Ute Wittig in Berlin - Weißensee auf.
Nach ihrem Abitur machte sie eine Ausbildung zur Vergolderin und Restauratorin in einer kleinen, privaten Werkstatt in Ostberlin. In der Zeit ihrer kunsthandwerklichen Tätigkeit wirkte sie auf den großen Baustellen am Deutschen Dom, am Französischen Dom und am Schauspielhaus in der Innen- und Außenvergoldung mit.
Nach ihrer Ausreise aus der damaligen DDR arbeitete Ute Wittig kurzzeitig im Charlottenburger Schloss und nahm dann an der TU-Berlin das Studium der Architektur auf. Während ihrer Studienzeit erteilte ihr Prof. Matthias Koeppel, Mitbegründer der "Schule der Neuen Prächtigkeit" Mal- und Zeichenunterricht. Nach ihrer abgeschlossenen Hochschulausbildung zur Diplomingenieurin arbeitete sie als freiberufliche Architektin überwiegend in der Altbausanierung. Die Künstlerin hat ihren Lebensmittelpunkt nach Usedom verlegt; arbeitet sie doch heute meistens auf der Insel. Nur großformatige Arbeiten fertigt sie noch in ihrer Atelierwohnung in Berlin-Schöneberg.

Typisch für die Malweise von Ute Wittig-Weißensee ist, dass sich Formen und Gegenstände in Farben auflösen. Alle Motive reduziert die Malerin nach ihren künstlerischen Instinkt auf das Wesentliche. Sie verdichtet das Gesehene und ordnet es, falls erforderlich, neu an. Setzt Häuser und Bäume hin, wo sie aus kompositorischen Gründen notwendig werden. Transparente und deckende Farbschichten wechseln sich ab, übermalte Farbflächen scheinen durch und Konturen werden darunter sichtbar.

 Buhnenpfähle und Boot mit rotem Segel Die bevorzugte Malweise von Ute Wittig-Weißensee ist die Ölmalerei mit einem breiten Flachpinsel. Die Farben und Flächen werden weitestgehend in Schichten getupft. So entstehen Unschärfen, die sich oft erst beim Hinsehen aus einiger Entfernung zu einem Bild fügen.

Entstanden ist diese Technik aus ihrer früheren Tätigkeit als Vergolderin und Restauratorin im historischen Berlin, wo sie Blattgold mit einem breiten Fehhaarpinsel vom Transferpapier auf mit Anlegeöl vorbehandeltes Kupferblech abstrich oder in der Werkstatt Innenraumgold mit einer Hasenpfote durch Tupfen und Streichen auf der Oberfläche fixierte.

Zufriedenheit mit einem Werk entwickelt die Künstlerin, wenn sie spürt, dass es ihr gelungen ist das Licht, die Farbigkeit und die Stimmung eines Ortes einzufangen und den Betrachter dorthin mitzunehmen, zu entführen.