Galerie und Atelier Ute Wittig-Weißensee in Benz / OT Neppermin | Insel Usedom
Ute Wittig-Weißensee / Portrait beim Malen "Ahlbecker Fischerhäuschen" - Öl auf Leinwand - 30 x 40 cm

Ute Wittig-Weißensee

Das Atelierhaus der Berliner Künstlerin liegt auf der Insel Usedom in Neppermin unmittelbar am Achterwasser. Von Neppermin aus erreicht man auf dem Lyonel-Feininger-Radweg schon nach nur 4 km das Wasserschloss Mellenthin. Die Kaiserbäder Swinemünde, Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin liegen ca. 10 km entfernt.

Ute Wittig-Weißensee

Ute Wittig wurde in Berlin - Weißensee geboren. Sie machte nach ihrem Abitur eine Ausbildung zur Vergolderin und Restauratorin in einer kleinen, privaten Werkstatt in Ostberlin. In der Zeit ihrer kunsthandwerklichen Tätigkeit wirkte sie auf den großen Baustellen am Berliner Dom, am Deutschen Dom, am Französischen Dom und am Schauspielhaus in der Innen- und Außenvergoldung mit.

Eine deutliche Zäsur erfuhr ihr Leben durch die Ausreise aus der DDR. Ute Wittig arbeitete kurzzeitig als Vergolderin im Charlottenburger Schloss und nahm dann an der TU-Berlin das Studium der Architektur auf. Während ihrer Studienzeit erteilte ihr Prof. Matthias Koeppel, Mitbegründer der "Schule der Neuen Prächtigkeit" Mal- und Zeichenunterricht. Nach ihrer abgeschlossenen Hochschulausbildung arbeitete sie viele Jahre als freiberufliche Architektin überwiegend in der Altbausanierung.

 Buhnenpfähle und Boot mit rotem Segel

Die bevorzugte Arbeitsweise von Ute Wittig-Weißensee ist die Ölmalerei mit einem breiten Flachpinsel. Typisch für die Malweise von Ute Wittig-Weißensee ist, dass sich Formen und Gegenstände in Farben auflösen. Alle Motive reduziert die Malerin nach ihrem künstlerischen Instinkt auf das Wesentliche. Sie verdichtet das Gesehene und ordnet es, falls erforderlich, neu an. Transparente und deckende Farbschichten wechseln sich ab, übermalte Farbflächen scheinen durch und Konturen werden darunter sichtbar.

Die Farben und Flächen werden weitestgehend in Schichten getupft. So entstehen Unschärfen, die sich oft erst beim Hinsehen aus einiger Entfernung zu einem Bild fügen.

Entstanden ist diese Technik aus ihrer früheren Tätigkeit als Vergolderin und Restauratorin, bei der sie Blattgold mit einem breiten Fehhaarpinsel vom Transferpapier auf mit Anlegeöl vorbehandeltes Kupferblech anarbeitete.